Kunden-/Lieferanteninformation zum Reverse-Charge-Verfahren

 

Mitteilung vom 03.12.2014

Der Bundestag entscheidet am 19.12.2014 über die definitive Umsetzung des Verfahrens nach § 13 b UStG. Hierzu soll auch nochmals die  Nichtbeanstandungsregel (jetzt 30.06.2015) und die Bagatellgrenze (jetzt € 5.000,00 je Lieferung) sowie die in Betracht kommenden Produkte im Zollkodex laut Anlage 4 letztlich verabschiedet werden.


 

 

Mitteilung vom 06.11.2014

Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens (Umkehr der Umsatzsteuerschuld) bei Lieferungen von Edelmetallen und unedlen Metallen innerhalb Deutschlands ab dem 01. Oktober 2014 / Übergangsfrist bis zum 31.12.2014

Hiermit möchten wir Sie über eine für den Metallhandel wesentliche Änderung im Umsatzsteuerrecht informieren.

Der Bundestag hat die Umkehr der Steuerschuldnerschaft, gem. § 13b Abs. 2 Nr. 11 UStG, neu auf verschiedene Metallerzeugnisse, unter anderem Produkte aus Stahl und Aluminium, ausgeweitet.

Dieses sogenannte „Reverse-Charge-Verfahren“ tritt zum 01. Oktober 2014 in Kraft und hat zur Folge, dass der Lieferant eine Nettorechnung auszustellen und auf den Übergang der Steuerschuldnerschaft hinzuweisen hat. Der Empfänger hat den Umsatz in seiner eigenen Umsatzsteuervoranmeldung anzugeben und zu versteuern, kann aber zugleich die Vorsteuer in gleicher Höhe abziehen.

Die Regelung gilt für alle in der Anlage 4 zu § 13b Abs. 2 Nummer 11 UStG abgebildeten Metalle und Halbzeuge. Die Einstufung orientiert sich an den Zolltarifnummern. Um festzustellen, ob ein Produkt der Anlage 4 unterfällt, muss im ersten Schritt die zolltarifliche Einstufung ermittelt werden. Erst im zweiten Schritt ist dann zu prüfen, ob das Produkt in der Anlage 4 – mit der entsprechend ermittelten Zolltarifnummer – aufgeführt ist. Die bloßen Begriffe Metalle und Halbzeuge sind insoweit unbeachtlich.

 

Das Bundesfinanzministerium hat inzwischen eine Übergangsfrist bzw. Nichtbeanstandungsregelung für Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer bis zum 31.12.2014 beschieden.

Unser Unternehmen macht von diesem Wahlrecht Gebrauch und wird daher in den Rechnungen über die Lieferung betroffener Gegenstände erst ab dem 01. Januar 2015 keine Umsatzsteuer mehr ausweisen.

Ab 2015 erhalten Sie somit Nettorechnungen mit dem Hinweis "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse-Charge)".